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Stein - Beton - Bienenwachs
Figurinen - Köpfe - Menschen
Idee - Wahrnehmen - Ausführen

Materialien - Volumina - Linien
Gehauen - Geknetet - Gegossen
Gefühlt - Gesehen - Gehört
Gefunden
Geformt
und zu Gesicht gebracht



Ich mache mir zur Aufgabe, meine Fähigkeiten, wie z. B. den Mut, neue Wege zu gehen, eine sprudelnde Kreativität, das Vermögen, zuhören zu können und das Streben nach handwerklicher Präzision in den Dienst der Menschen zu stellen und sie somit am Prozess meiner Arbeit teilhaben zu lassen. Durch dieses Miteinander von mir und meinen Kunden entstehen Unikate, durch welche das Schöne in die Welt strahlen kann.
Da ich eine spirituelle Lebenseinstellung habe, liegt mir die Sepulkralkultur (Bestattungskultur) sehr am Herzen. So ist für mich die Erstellung einer individuellen Grabanlage, zu der die Menschen sich freudig hinwenden, zu einer meiner Hauptaufgaben geworden.

Die Kombination von Beton und Bienenwachs
Beton und Bienenwachs bilden die Basis der Erscheinung. Zwei Materialien, die sich polar gegenüberstehen:
Auf der einen Seite der Beton: Ein vom Menschen im 20ten Jahrhundert gefundenes Material, welches nicht nur in der Bauwirtschaft revolutionär gewirkt hat, auch in der Bildhauerei wurde er schnell als Werkstoff akzeptiert. Seine relativ unkomplizierte Verarbeitung und hohe Haltbarkeit faszinierte schnell. Doch seine Wirkung auf die Wahrnehmung des Menschen ist Ablehnung, die Ausstrahlung dieses Materials ist kalt und tot. Sehen wir uns die Entstehung an: Kalkstein (aus dem Zement gesintert wird) ist ein Sedimentgestein. Er entsteht durch das Absterben von unendlich vielen Schalentieren, die den Hauptbestandteil dieser Gesteinsart bilden. Das Mahlen dieses Steines, und die Sinterung sind gewollte physikalische Prozesse. Auch das Verkleben der Bestandteile Wasser, Zement und Zuschlagstoff ist ein rein physikalisch, chemischer Prozeß, ein toter, aber ein hoch präziser - durch Berechnungen können die Eigenschaften des Endproduktes manipuliert werden - .
Die zweite Seite bildet das Bienenwachs: Dieses Material wird von Bienen, einer Tierart, die sich wie wir Menschen in Völkern organisiert hat, hergestellt. Das Wachs bildet die Grundlage der Waben, die Wohnzimmer der Nachkommenschaft. Wir Menschen haben uns dieses Materials schon sehr früh bedient. Ein ebenfalls leicht formbarer Stoff, der eine sehr hohe Haltbarkeit besitzt. Jedoch nicht durch Härte, sondern durch Weichheit. Die Wirkung von Bienenwachs auf den Menschen ist sympathisch: Wir empfinden Wärme und Echtheit. Schauen wir uns hier die Entstehung an, so ist es ein lebendiger Prozeß. Bienenwachs ist ein Verdauungsprodukt, also ein biologischer Prozeß.
Diese beiden Materialien sind für mich Sinnbilder der Bewegung zwischen Antipathie und Sympathie, Erstarrung und Beweglichkeit.
Mein Vorangehen in der Arbeit entspricht dieser Bewegung: Während ich einen Menschen porträtiere, entsteht auf der einen Seite ein Geformtes - wo Dissonanzen eine Harmonie bilden - , ein erstarrtes, kaltes und dauerhaftes Gebilde. Auf der anderen Seite entstehen Gespräche - wo Konflikte Verstehen erzeugen - , elastische, warme und flüchtige Gebilde, die sich weiterhin verändern.